Else Lasker-Schüler

Am Anfang des 20. Jahrhunderts gelangt das Hotel unter dem Namen „Hotel Koschel“ in den Besitz von Heinrich Münch und wurde bald in Hotel Sachsenhof unbenannt.

Heinrich Münch war mit dem Bruder der Lyrikerin Else Lasker-Schüler befreundet und so zog sie 1918 in das Hotel ein.

In einem Brief beschrieb sie ihr Zimmer als „ersten Glücksfall allen Wohnens“, in einem andern aber als „Eiskammer im Winter“.

Ich wohne im Sachsenhofe
Im schönsten Hotel von Berlin
Und lese von der Katastrophe
Nämlich von meinem Ruin.
Daß ich Kuverts verkoofe
à 5 Mark – immerhin
mein lieber Freund, na weißte nicht,
was und wer ich bin?

In diesen Jahren war das Hotel bei Künstlern und Schriftstellern sehr beliebt. Zur gleichen Zeit wie die Dichterin wohnten hier die Schriftsteller Walter Hasenclever und Theodor Däubler und der Maler Oskar Kokoschka.

Ernst Rohwolt bereitete von hier aus die Gründung seines Verlages in der Potsdamer Straße vor.
Erich Kästner
Emils Detektive verfolgen einen Dieb bis in ein Hotel am Nollendorfplatz. Das Hotel hatte dem in der Nähe wohnenden Erich Kästner als Vorlage gedient.

Die Vergangenheit wird weitergelebt. In vielen literarischen Stadtführungen ist das Hotel Sachsenhof eine feste Station. Und auch Kinder kommen auf der Spurensuche von „Emil und die Detektive“ in das Hotel und fragen nach dem Dieb Herrn Grundeis.
Und vielleicht können auch Sie in dem schönen alten Treppenhaus Else Lasker-Schüler oder einen der anderen ehemaligen Bewohner die Stufen zu ihren Zimmern hinaufsteigen sehen.
Hotel Sachsenhof

Motzstraße 7
10777 Berlin

Telefon: +49 (0)30 216 20 74
Telefax: +49 (0)30 215 82 20

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